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Teddybär-Torte

Backzeit: 60-90 Min. | Gesamtzeit: ca. 3 Tage | Größe: 30 x 22 x 28 (H x B x T)

Ich habe schon öfter mal eine Motivtorte oder auch eine 3D Torte gemacht und dachte ich versuch mich einfach mal an einem Teddybären. Ich hatte jetzt fast ein Jahr nicht mehr gebacken und wusste nicht ob es klappt. Ein bisschen nerven hat es mich dann doch gekostet aber ich finde das Ergebnis toll und wenn ich es nicht erwähnen würde denke ich, sieht man nicht das ich ein paar Probleme hatte.

Solch eine Torte zu machen ist nicht immer leicht und kleine Probleme gibt es immer selbst bei normalen Torten.

Welche Probleme es gab erwähne ich unten im Rezept nochmal, damit ihr euch schon mal drauf einstellen könnt. Aber ich hoffe, dass ich euch mit den Tipps helfen kann, Probleme zu vermeiden, oder zumindest meine Probleme zu vermeiden.

Noch eins vorweg, Torten in solch einer Größe oder allgemein Motivtorten brauchen immer etwas mehr Zeit, also mal so eben sind sie dann doch nicht gemacht. Ich habe pro Tag meine 8-9 Std. in meinen Hauptjob gearbeitet und daher habe ich nicht so schnell arbeiten können wie ich wollte. Letztendlich habe ich knapp vier Tage gebraucht. Das klingt jetzt für den einen vielleicht viel, für den anderen der weiß wie viel Zeit so eine Torte in Anspruch nehmen kann vielleicht nicht. Normalerweise brauche ich immer um die drei Tage, da eben viel zeit für die Kühlschritte eingerechnet werden muss. Denkt also dran euch etwas Zeit zu nehmen und die Torte nicht auf den letzten Drücker machen zu wollen.

Ihr braucht…

Für den Teig:
2 ½ mal mein Rührkuchen Grundrezept => Zum Rezept

Für die Füllung:
Da ich meine Schränke langsam leer machen muss, habe ich meine Creme diesmal nicht selbstgemacht.

1 Pkt. Paradiescreme Schoko
2 Pkt. Paradiescreme Vanille
900 ml Sahne
Milch                                                                                                                                                 

Andere Ideen für Füllungen findet ihr hier.

Für die Ganache:
800 g zartbitter Schokolade/ Kuvertüre
400 ml Sahne

Für die Buttercreme:
1 kg Butter, Zimmertemperatur
500 g Puderzucker
3 Tropfen Vanillearoma
ungesüßter Kakao oder auch Lebensmittelfarbe nach Wahl

Außerdem:
250 g Fondant weiß oder 1 kleines Paket in weiß und schwarz
ggf. Lebensmittelfarbe
Schaschlikspieße
Zahnstocher
ca. 500 g oder mehr zartbitter Schokolade/ Kuvertüre
ggf. etwas Nutella oder Marmelade

 

Zubereitung

Tag 1

Teig:
Der Kuchen sollte am Besten einen Tag vorher zubereitet werden, damit er richtig gut auskühlen kann.  

Auch die Ganache sollte vorher fertig gemacht werden.

Bei dem Kuchen habe ich einen Tortenring auf 18 cm eingestellt. Entweder könnt ihr drei Kuchen in dieser Größe backen oder wenn ihr wie ich Edelstahlschüsseln in verschiedenen Größen habt, könnt ihr den Kuchen auch darin backen, dann hat er schon die schöne runde Form die ihr braucht.
Wenn ihr runde Kugelbackformen in der passenden Große habt, ist das natürlich noch besser.

Ganache:
Für die Ganache wird die Sahne in einem Topf erhitzt, aber bitte nicht kochen lassen. Sobald die Sahne heiß ist, könnt ihr die klein geschnittene Schokolade hinzugeben. Wartet einen Moment und rührt dann solange, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist und eine schöne Creme entstanden ist. Wenn die Schokolade sich nicht richtig auflöst, könnt ihr den Topf auch wieder auf den Herd stellen, passt nur auf, dass euch die Creme nicht verbrennt.

Anschließend die Creme sowie den Kuchen bei Zimmertemperatur gut abkühlen lassen.

Tag 2

Füllung:
Für die Schokocreme 300 ml Sahne und die Paradiescreme mit dem Mixer ca. 1-2 Min. rühren.
Für die Vanillecreme 600 ml Sahne und die Paradiescreme ebenfalls ca. 1-2 Min. rühren. Sollte die Creme doch zu fest sein, könnt ihr etwas Milch zugeben und nochmals gut vermengen. Die Creme darf aber nicht zu flüssig sein, sonst läuft sie euch später aus den Teigböden raus.

 

Den Kuchen in Schichten schneiden und mit den Cremes füllen. Ich habe für dem Körper die Vanillecreme genommen und für den Kopf die Schokocreme aber das könnt ihr frei entscheiden.

Ihr müsst aber nicht die Creme nehmen die ich verwendet habe, es gibt genug andere Geschmacksrichtungen oder ihr macht die Creme einfach selbst. 

Nach dem Füllen habe ich 4 Spieße zur Stabilisierung von oben in den Körper und 3 Spieße in den Kopf hineingesteckt, abgeschnitten und anschließend mit der Ganache eingestrichen.

Ihr solltet beim ersten Einstreichen aber möglichst dünn arbeiten. Diese Schicht ist erst mal nur dafür da, dass die Füllung nicht raus quillt. Sollte die Ganache zum einstreichen zu hart sein, könnt ihr sie ein paar Sekunden in der Mikrowelle erwärmen, passt nur auf, dass sie nicht zu flüssig wird oder verbrennt. Ich hatte sie etwa 5 Sekunden aufgewärmt.

Den eingestrichenen Kuchen nun ab in den Kühlschrank ,damit alles schön fest wird. Die Ganache sollte je nach dicke eigentlich nach 1-2 Std. schön fest sein.

 

Wenn ihr die Torte aus der gleichen Größe an Kuchenteigen zubereitet könnt ihr sie natürlich auch schon komplett aufeinander stapeln, verstärken, mit Ganache einstreichen und dann in den Kühlschrank stellen. Aber Achtung, die Torte sollte auch in den Kühlschrank passen. Macht sie sonst lieber etwas kleiner oder wenn ihr die Möglichkeit habt sie auf einen Balkon oder Dachboden zu stellen, geht das natürlich auch. 

Zusammensetzten und Formen:
Wenn die Creme schön fest ist und die Torte schön ausgekühlt ist, kann die Torte zusammengesetzt und zugeschnitten werden.

Nehmt euch eine Spieß, steckt ihn in die Mitte des Körpers und verbindet Kopf und Körper miteinander. Danach stabilisiert ihr das ganze indem ihr einen oder zwei weitere Spieße von oben hinein steckt.

Anschließend nehmt ihr euch ein Messer und schneidet den Körper und den Kopf in Form. Nehmt aber immer nur ein wenig weg, es ist besser zu wenig als zu viel abzuschneiden aber selbst wenn mal etwas zu viel abgeschnitten wurde oder sogar abbricht braucht ihr euch keine Sorgen machen, dass kann man später mit Ganache retten.

Die Kuchenreste bitte nicht wegschmeißen, die braucht ihr später noch.

 

Nun streicht ihr die Torte wieder mit einer dünnen Schicht Ganache ein und stellt sie erneut kalt.

Nachdem erneuten auskühlen, könnt ihr wenn ihr wollt noch einmal alles mit Ganache einstreichen, um Unebenheiten auszugleichen oder Fehler zu kaschieren. Danach würde ich die Torte aber noch mal für mehrere Stunden oder über Nacht  komplett auskühlen lassen.

Wenn ihr die weitere Schicht Ganache nicht macht oder braucht um Fehler auszubessern, könnt ihr auch direkt schon weitermachen.

 

Lasst die Torte immer im Kühlschrank wenn ihr nebenbei weiter macht, damit sie nicht zu warm wird. Aber wenn bei euch nicht gerade sie Heizung auf höchster stufe steht, könnt ihr die Torte auch neben euch stehen haben.

Für die Arme und Beine braucht ihr jetzt die Kuchenreste. Gebt die Reste am besten in den Mixer und macht sie schon klein. Anschließend wird die Schokolade über einem heißen Wasserbad geschmolzen.

Gebt die Schokolade nach und nach zu den Kuchenresten und vermengt alles gut miteinander, sodass eine schone formbare Masse entsteht. Wenn die Schokolade nicht reicht, könnt ihr auch mit etwas Nutella oder Marmelade nachhelfen.

Aus dieser Masse formt ihr dann die Beine, Füße, Arme und Ohren.

Die Arme und Beine habe ich mit etwas Ganache an dem Körper geklebt, da hatte ich dann auch schon die ersten Probleme, denn meine Schokolade hatte nicht ausgereicht. Ich hatte leider nur ca. 400 g verwendet und keine  Schokolade und Marmelade zuhause. Also habe ich versucht das beste draus zu machen und nach mehrmaligen Versuchen hat es dann auch geklappt. 

Dadurch das die Masse bei mir einfach zu trocken war, sind mir immer wieder die Kuchenreste auseinander gefallen. Ich habe sie dann aber einfach direkt mit Ganache eingestrichen nachdem ich sie an den Körper gepresst hatte, mit den Händen nochmals gut angedrückt und direkt in den Kühlschrank gestellt.

Also achtet darauf, dass die Masse nicht zu trocken ist.

 

Während die Torte im Kühlschrank ist, könnt ihr dann die Ohren und den Schwanz formen.

Entweder holt ihr die Torte raus und befestigt sie direkt an dem Kopf, wie auch schon die Arme und Beine  oder ihr macht es wie ich.

Ich habe die Ohren und den Schwanz erstmal geformt und solange in den Kühlschrank gestellt, bis sie so fest waren, dass sie mir nicht mehr auseinander gefallen sind. Anschließend habe ich sie mit Ganache eingestrichen und nochmals kalt gestellt.

Nachdem alles fest war habe ich vorsichtig jeweils zwei Zahnstocher in die Formen gesteckt und sie dann nochmals mit einer Schicht Ganache an der Torte befestigt.                                                                 

Danach habe ich dann noch kleine Fehler und Übergänge ausgeglichen und die Torte über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

 

Tag 3

Fondant:
Nehmt euch das Fondant und formt den Bereich des Mundes, die Nase und die Fußsohlen sowie die vordere Ohrpartie.

Dafür habe ich mit dem Kakao und etwas Wasser eine Paste angerührt, die ich mit dem Fondant vermengt habe, sodass er eine leichte Cremefarbe angenommen hat. Nun habe ich den Mundbereich geformt und ihn zum antrocknen beiseite gestellt.

Für die Fußsohlen und Ohren habe ich das Fondant ausgerollt und kreise ausgestochen. Diese Kreise habe ich etwas weiter ausgerollt, sodass sie die vordere Fläche bedeckt haben. Für die Nase und die Augen habe ich etwas Schwarzes Fondant genommen und ebenfalls antrocknen lassen.

Nachdem das Fondant etwas angetrocknet ist (bei mir etwa nach 1 Std.) nehmt ihr euch wieder zwei Zahnstocher und etwas Ganache. Streicht die Partie wo der Mund hin soll mit der Ganache ein (nicht zu dünn) steckt die Zahnstocher hinein und befestigt anschließend den Mund damit.

Da wurde es bei mir wieder etwas problematisch, weil das ganze nicht halten wollte. Mir ist der Mund immer wieder runtergerutscht, daher habe ich ihn mit einem Spieß am Boden befestigt, dass hat geholfen.

Dann habe ich vorsichtig den Bereich zwischen Kopf und Mund mit Ganache eingestrichen und wieder trocknen lassen.

Ihr könnt euch den Schritt aber auch sparen und den Mundbereich ebenfalls aus Kuchenresten formen. Auch für die Fußsohlen und den Ohrenbereich braucht ihr nicht unbedingt Fondant, ihr könnt die Flächen auch mit einer helleren Buttercreme einstreichen. Das ist euch überlassen.

 

Buttercreme:
Jetzt ist es Zeit die Buttercreme zuzubereiten. Dafür einfach die Zimmer warme Butter in eine Schüssel geben und cremig rühren. Nach und nach kommt dann der Puderzucker dazu und wird solange mit dem Mixer verrührt, bis die Masse hell cremig aufgeschlagen ist.

Danach habe ich dann nach und nach Kakaopulver dazugegeben, bis die Farbe mir gefallen hat. Ihr könnt alternativ aber auch Lebensmittelfarbe verwenden, wichtig dabei ist nur, dass sie nicht zu flüssig sein sollte.

Wenn die Buttercreme fertig ist wird sie erst mal beiseite gestellt, jedoch nicht in den Kühlschrank.

Torte fertig stellen:
Wenn der Mundbereich gut fest ist, könnt ihr dem Spieß, der das ganze Fixiert hat (falls ihr das brauchtet) vorsichtig entfernen. Befestigt die Nase indem ihr den Bereich mit etwas Wasser einstreicht und formt darunter einen Mund in den Fondant.

Danach kommt der Feinschliff durch die Buttercreme. Zum aufspritzen habe ich eine Sterntülle verwendet.  Ihr könnt aber auch eine andere Tülle verwenden wenn ihr wollt. Nehmt einfach eine, die euch am besten gefällt.

Alternativ zu einem Spritzbeutel könnt ihr aber auch einen Gefrierbeutel nehmen. Befestigt die Tülle darin und füllt den Beutel mit Buttercreme. Macht ihn dabei aber nicht zu voll, da durch die Handwärme die Butter sonst leicht schmelzen kann.

Nun gehts ans Aufspritzen der Creme. Fangt am besten bei den schwierigen Partien im Mundbereich, um die Ohren, zwischen den Beinen und am Bauch an und arbeitet euch dann nach außen hin vor. So geht ihr auf Nummer sicher, dass ihr nicht aus versehen die Creme verwischt. Spart dabei aber den Bereich in den Ohren und an den Fußsohlen aus.

Wenn ihr fertig seit, kommt die Torte am besten nochmal für ein paar Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank und fertig ist eure Teddybär Torte.

Tiefe: 28cm
Höhe: 30cm
Breite: 22cm
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Ein Gedanke zu „Teddybär-Torte

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